Urlaub mit Hund in Dänemark – Dies sollte man wissen !!!

Gerade in diesen Tagen führten wir in einer Hundegruppe bei Facebook eine fast unendliche Diskussion zum Thema dänisches Hundegesetz. Stereotyp wurden dort folgende Thesen vertreten:
1. Wer sich an die Gesetze eines Landes hält, dem passiert nichts – In DK falsch!
2. Das Gesetz gilt nur für gelistete Hunde – falsch!
3. Wir fahren seit Jahren nach DK und hatten nie Probleme – mag sein, doch Probleme hat man ja auch erst dann, wenn sie entstehen.
4. Noch kein Urlauberhund wurde getötet – mag sein, aber warum ist das so wichtig? Uns liegen drei Tötungsbeschlüsse vor, die Hunde hatten nur Glück. Für A-Iceberg wurde nach dem Einsatz von Fair Dog und weltweitem Protest extra das Gesetz geändert, Paul entkam nur knapp der Tötung und war ein Labrador/ Boxer Mix deutscher Urlauber und der Kangal konnte ebenfalls durch FD gerettet werden, ein Hund mit russischem Chip aus Deutschland stammend. Möchten diese Leute nun einen, zehn oder hunderte Urlauberhunde sehen?
5. Das Gesetz wird völlig überzogen dargestellt – falsch. Alleine Fair Dog hat im Jahr 2018 über 700 Fälle bearbeitet.
6. Hunde in DK werden nicht einfach getötet, man kann einen Gutachter einschalten. Fast richtig. Der Gutachter wird von der Polizei bestellt und bezahlt. Eigene Gutachter können beigebracht werden, alle Gutachten müssen aber von der Polizei nicht anerkannt werden. Siehe hierzu den Fall Nala. Eingeschläfert trotz dreier Positivgutachten.
7. Die Polizei kann nicht einfach Hunde beschlagnahmen und töten – falsch, sie kann! Nach dänischem Recht kann der Polizist feststellen und vollstrecken. Im Hundegesetz besitzt die Polizei die Rechte der Legislative und der Judikative. Und das bei umgekehrter Beweislast. Die Polizei kann alles behaupten, der Halter muss das Gegenteil beweisen! Nur die Staatspolizei kann die Reichspolizei überstimmen, macht sie aber nur sehr selten.
8. In meinem Hund ist nicht mal optisch ein Listenhund, da ist mein Hund nicht gefährdet – falsch! Im Beissparagraf ist geregelt dass der Hund einzuschläfern ist, der einem anderen Menschen oder Tier eine erhebliche Wunde zufügt. Unerheblich ist hierbei die Ursache oder die Schuldfrage, also ob der Hund sich nur verteidigt hat, er aus Schmerz zubiß weil er versehentlich getreten wurde, oder die Wunde beim Spielen entstanden ist.
9. Das ist alles nur Hetze gegen Dänemark – falsch! Wir sind ein dänischer Verein und unsere Mitglieder lieben dieses Land, nur eben nicht dieses Gesetz und die Politiker die es unterstützen.
10. Fair Dog hetzt gegen die Ferienhausvermieter – falsch! Nirgendwo wird man lesen dass Fair Dog gegen die Ferienhausvermieter Hetze betreibt. Wir fordern sie nur auf ihre Mieter wahrheitheitsgemäss über das Gesetz zu informieren und nicht die Gefahren aus purer Geldgier und Gewinnsucht klein zu reden. Wir hätten uns eher gewünscht, die Ferienhausvermieter hätten von Anfang an mit uns gemeinsam gegen das Gesetz gekämpft, anstatt Unsummen in Werbung und den Kampf gegen Fair Dog zu stecken. Das Gesetz wäre vermutlich schon abgeschafft.
Und so weiter
Uns erschreckt wie sehr die Hundehalter die Gefahren ignorieren oder schön reden. Fair Dog wendet extrem viel Geld für die Gerichtsprozesse auf, drei Rechtsanwaltskanzleien in DK unterstützen uns inzwischen im Kampf gegen das Gesetz und unser Vorstand sitzt mehrmals die Woche DK weit auf Polizeistationen oder in Gerichten um für die Hunde zu kämpfen.
Für Alle die noch glauben, all das betrifft ja nur auf die Listenhunde zu….. hier dazu ein Video. So aktuell wie damals, als es gemacht wurde.
#fairdog
You Tube Video engagierter Tierfreunde

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