Der Wahnsinn mit den entlaufenen Tierschutz(Auslands)Hunden nimmt kein Ende

Tierparkservice Heino Krannich

Der Wahnsinn mit den entlaufenen Tierschutz(Auslands)Hunden nimmt kein Ende

Jeden Tag aufs Neue treffen die Suchmeldungen entlaufener Hunde, überwiegend aus dem ausländischen Tierschutz ein. Und immer und immer wieder entlaufen die Hunde aus ähnlichen Gründen und werden vertrieben. Es müsste schon verboten sein, das Wort Flexileine in Verbindung mit einem Angsthund nur in den Mund zu nehmen. Für einen normal denkenden Menschen ist es kaum möglich zu verstehen, warum man mit seinem Hund den ersten gemeinsamen Ausflug in ein Geschäft macht, um ein Geschirr und Halsband zu kaufen. Wenn wundert es, dass der Hund nun unterwegs ist, natürlich ohne Halsband und Geschirr… Oder ein anderes, gerade in den Medien hochgespieltes Ereignis, wo der neue Hund ohne Leine im Auto mitfährt. Immerhin sind die Besitzer durch ihren unfreiwilligen Campingurlaub mittlerweile schon berühmt geworden, dem Hund hilft diese wirkliche Blödheit leider überhaupt nicht. Aber „Alle“ haben es mal wieder gut gemeint…

Ist nun der Hund entlaufen, muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass nur EINE falsche, nicht durchdachte menschliche Reaktion den Hund richtig vertreiben kann.
Orgas, Pflegestellen und die Endstelle haben eigentlich keine Ahnung, was sie für eine Zeitbombe an Hund vermittelt bekommen. Nett sind ja auch Beschreibungen einiger Organisationen die sich z. B. so anhören: „Alle Beschreibungen unser Schützlinge wurden nach besten Wissen und Gewissen gemacht. Unsere Tierschutzkollegen im Ausland bemühen sich ständig ihr bestes zu geben. Trotzdem kann das Verhalten eines Hundes… insbesondere in der ersten Zeit im neuen Zuhause, durch viele Umstände deutlich vom sonst gezeigten Verhalten abweichen.“

Man könnte es auch so sagen. „Alle tappen in Unwissenheit, niemand weiß etwas Genaues.“
Unwissende vermitteln an Unwissende solche Hunde.
Knallt es wie so oft, schiebt jeder dem anderem die Schuld für den Ausbruch in die Schuhe.

Gewarnt habe ich ein Kopfgeld auszusetzen, ein Beispiel ist nachzulesen bei der Hündin Marnie.
Noch eine große Gefahr des menschlichen Geistes habe ich übersehen, nämlich einen Auslandshund zu bagatellisieren und auf das Suchplakat den Hinweis zu hinterlasse: Der Angsthund lässt sich mit Leckerlis anlocken. Das war der größte Fehler!!!
Menschen bewaffnen sich mit Bockwurst und wollen das Hündchen einmal einfangen und danach greifen. Hat der Hund bis zu diesem Zeitpunkt Menschen in seiner Nähe geduldet, ist es spätestens jetzt vorbei.
Das Resultat: Der Hund ist richtig weg und die Futterstelle wird nicht mehr angenommen. Dabei war er in der ersten Zeit so sicher zu fangen, so als würde ich meinen Bruno auf den Arm nehmen. Diese kostbare Zeit wurde jedoch vertan, mit Diskussionen im Internet und laienhaften Fangaktionen. Diese waren noch gekrönt, mit Telefonnummern die im Notfall / Sichtungsfall nicht zu erreichen waren.

Ich bitte alle Tierschutz-Orgas ihr Tun wirklich zu überdenken und nicht nach Tiermaße zu vermitteln, sondern nach Verstand.

Auf dem Foto ist die Hündin Marnie. Ihre Geschichte kann nachgelesen werden unter http://www.heino-krannich.de/huendin-marnie-endlich-gesich…/ Diese Hündin musste auch so lange auf der Straße leben, weil hier Fehler über Fehler bei der Sicherung gemacht wurden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.